Ein Schokoladentraum in Zartbitter- Emils Ostheimer Geburtstagskuchen

Schokotraum

Am Wochenende haben wir Emils ersten Geburtstag gefeiert- da musste natürlich ein besonderer Geburtstagskuchen her.
Da es ein Kuchen sein sollte, den auch er schon essen kann, wollte ich nichts zu sehr ausgefallenes.
Ich habe mich daher für einen saftigen Schokoladenkuchen entschieden, den ich dann schön verzieren wollte.
Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, geplant hatte ich aber etwas ganz anderes.
Ich hatte eigentlich vor, den Kuchen komplett in grünen Fondant einzudecken und eine große Teichlandschaft mit Gräsern und Steinen zu erschaffen, die von seinen neuen Ostheimer Tieren, die er alle zum Geburtstag bekommen sollte, bewohnt wird.
Ich hatte schon ein ziemlich präzises Bild davon im Kopf. Dementsprechend entsetzt war ich, als ich festgestellt habe, dass ich viel zu wenig Fondant hatte. Ich habe mich in den Mengen total vertan. Wie ärgerlich.
Die “Wiese” reichte gerade mal für einen runden Kuchen, und das auch nur als Tortenaufleger und nicht als kompletten Überzug. Ich war drauf und dran alles in die Tonne zu schmeißen, kurz vor Mitternacht und fix und fertig von eh schon viel zu wenig Schlaf in den letzten Wochen.
Ein paar aufmunternde Worte meines Mannes und ein paar mal kurz durchatmen hat dann aber geholfen, ich habe den grünen Fondant einfach so weit ausgerollt wie es ging, ausgestochen, fertig dekoriert und dann abgemessen, wie groß der Kuchen, den ich am nächsten Morgen backen wollte, noch werden darf, damit alles passt.
Leider haben nun nicht mehr alle neuen Tiere einen Platz auf dem Kuchen gefunden, aber deswegen ist er ja nicht weniger schön geworden.
Und hier nun das Rezept:

Schokoladentraum in Zartbitter

Zutaten:
50g Butter
200g Zartbitterkuvertüre
2 TL Instant-Espresso
1 Päckchen Vanillezucker
300g brauner Zucker
150ml Wasser
250g Mehl
50g Kakao
1 Päckchen Backpulver
100g Quark
5 Eier

Den Backofen habe ich auf 160 Grad Ober-Unterhitze eingestellt.
Da ich meinen Tortenaufleger aus Fondant nun schon fertig hatte, konnte ich nicht in der Springform backen sondern musste auf einen Tortenring ausweichen, bei dem ich die Größe entsprechend einstellen konnte.
Der Tortenring hat natürlich keinen Boden und weil der Teig doch recht flüssig ist, hat das überhaupt gar nicht funktioniert. Der Teig lief unten wieder raus, ich hab das ganze insgesamt 3 mal wieder aus dem Ofen genommen und wieder in die Schüssel geschüttet. Ich habe mehrfach versucht es mit Backpapier und Alufolie zu fixieren, alles vergeblich. Letztendlich habe ich den Tortenring in eine Quicheform gestellt, die nur etwas größer ist, und den Teig einfach rauslaufen lassen.
Nehmt bitte keinen Tortenring! Mit einer Springform werdet ihr keinerlei Probleme haben.

Wasser, Butter, brauner Zucker, Espresso, Vanillezucker und die in Stücke gebrochene Kuvertüre werden nun in einem Topf erhitzt, bis alles geschmolzen ist. Die Masse braucht nicht zu kochen.
Alles gut verrühren und abkühlen lassen, bis sie sich nur noch lauwarm anfühlt.
Das Mehl mit Kakao und Backpulver mischen und anschließend die Schokoladenmasse dazugeben. Mit einem Rührgerät verrühren, dabei dann nach und nach erst den Quark und dann die Eier dazugeben. Nicht zu lange rühren, sonst wird der Teig zu flüssig.

Den Teig in die Springform füllen und für ca 60 Minuten in den Ofen stellen.
Am besten mit einem Holzstäbchen überprüfen, ob der Kuchen schon fertig ist.

Zartbitter Ganache

Da ich den Kuchen nun nicht wie geplant komplett in Fondant einkleiden konnte, habe ich mich entschieden, ihn nun noch mit einer Zartbitter-Ganache einzustreichen.

Zutaten:
400 g Zartbitterschokolade
200 g Sahne

Die Schokolade am besten schon vorher möglichst klein hacken- dann schmilzt sie später viel schneller.

Die Sahne in einem Topf kurz aufkochen, den Topf von Herd nehmen und die Schokolade in die aufgekochte Sahne schütten. Das Ganze kann man nun 3 Minuten stehen lassen, bis die Schokolade zerschmolzen ist.
Nun alles gut verrühren und anschließend mit einem Mixstab die Ganache homogenisieren. Dabei den Stab möglichst eingetaucht lassen, damit die Ganache nicht zu schaumig wird.
Die Ganache nun bei Zimmertemperatur ca. 6-8h stehen lassen. Dadurch wird sie fest, die Konsistenz ist ähnlich wie Nutella.
Ich habe das Ganze etwas beschleunigt, indem ich sie eine Weile bei eisigen Temperaturen auf den Balkon gestellt habe.
Sollte die Ganache zu fest werden, kann sie auch nochmal ganz kurz in der Mikrowelle erhitzt werden.
Mit einem Backpinsel kann man die Ganache nun schön dick und gleichmäßig auf seinen Kuchen auftragen.
Bei Zimmertemperatur wird sie dann nach einer Weile wieder schön fest.

Der Kuchen war wirklich ein Traum! Ganz saftig und wunderbar schokoladig.
Unser Geburtstagskind hat dazu noch einen große Portion Sahne verdrückt- zur Feier des Tages ;)

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