Goodbye 2014, adios Kinderwunsch, tschüss Babyspeck!

 

AmSteg_
2014 war definitiv ein ereignisreiches Jahr. Das Highlight war natürlich die Geburt unseres 3. Kindes und somit eine heil überstandene Risikoschwangerschaft.
Wenn ich an meine dritte Schwangerschaft denke, kommen mir noch immer die Tränen. Für außenstehende war ich eigentlich meist gelassen und stark, aber die innerliche Angst, erneut eine lebensgefährliche Uterusruptur zu erleiden, die war einfach überwältigend.
Meine Gebärmutter ist während der Geburt unseres 2. Kindes mehrfach gerissen und musste mit mehreren Nähten wieder geschlossen werden, dazu kam die Naht vom Notkaiserschnitt. Und gerade diese Nähte sind große Schwachstellen bei erneuten Schwangerschaften. Dazu kam, dass durch den Geburtsstillstand zu großer Druck vom Kopf des Babys auf die Gebärmutter ausgeübt wurde und ein Bereich stark ausgedünnt war. Das konnte nicht behoben werden. Hier war die Gefahr einer erneuten Uterusruptur besonders groß.
Ich vermute jede Frau kennt das Gefühl, wenn sie gegen Ende der Schwangerschaft so unglaublich rund ist, dass sie doch eigentlich jeden Moment platzen müsste.
Meine Angst, einfach wirklich “zu platzen” war in den letzten Wochen der Schwangerschaft kaum auszuhalten.
Ich bin so unendlich dankbar, dass alles gut gegangen ist und wir ein kerngesundes 5. Familienmitglied begrüßen konnten.

Wir sind dann auch komplett.
Unsere Familienplanung ist abgeschlossen.
Die Babysachen, die bereits zu klein sind und auch sämtliches Zubehör wie Stubenwagen, Wippe und co. werden bereits weiterverkauft.
Ein ziemlich schmerzhafter Vorgang. Mein erstes Kind habe ich vor 9 Jahren bekommen und seitdem die Babysachen wie einen Schatz gehütet. Schließlich war da stets ein Kinderwunsch.
Nun, da ich innerlich damit abgeschlossen habe, tut das Umsetzen doch ganz schön weh. Ganz bedeutende Dinge wie die ersten Strampler, ein besonderes Babyspielzeug oder zum Beispiel das Schaukelpferd, in dem alle 3 Kinder schon gesessen haben, werden aufgehoben. Vielleicht kann ich es an eins unserer Enkelkinder weitergeben.
Der Rest- kommt weg. Ich weiß gar nicht woher der Trennungsschmerz kommt, denn erstens schaffe ich eine weitere Schwangerschaft psychisch und körperlich nicht noch einmal und zweitens sind wir mit unseren 3 Kindern eigentlich auch ausgelastet.
Wenn da also nicht jemand Pläne ohne uns macht, dann brauchen wir das ganze Zeug nicht mehr.
Aber der Gedanke, nie mehr wieder ein gut riechendes Neugeborenes zu schmusen und die ersten überwältigenden Entwicklungsschritte mitzuerleben- das ist nicht leicht.

2014 war ich wirklich erstaunt, was ein Körper alles aushalten kann. Wie robust er doch tatsächlich ist.
Und 2014 war nun auch das Jahr, in dem ich meinen Körper nach 3 Schwangerschaften wieder etwas zurück geben wollte. Mehr Kraft und Gesundheit und damit verbunden für mich auch ganz wichtig- Gewichtsverlust.
Ich habe nach jeder Schwangerschaft ein paar Kilo drauf behalten und gehörte leider nie zu den Frauen, die schwupps einfach wieder schlank waren.
Meine erste Schwangerschaft habe ich mit schwachen 55kg bei einer Größe von 168cm gestartet und die dritte mit stolzen 81kg beendet.
Dabei hatte ich nur 12 kg zugenommen, was völlig ok ist.
Aber so richtig wohlgefühlt in meinem Körper habe ich mich schon Jahre nicht mehr. 2014 sollte sich das ändern.

2014 habe ich 17kg abgenommen.
Ich habe im Februar entbunden und bis Mai auf natürliche Weise 6 der 12kg verloren. Danach ging nichts mehr. Jedenfalls nicht von alleine.
Da wir im September endlich in unsere verspäteten Flitterwochen nach Finnland fliegen wollten, war September mein großes Ziel. In meinen Flitterwochen wollte ich mich wieder wohlfühlen und nicht ständig daran denken, den Bauch einzuziehen oder mir Gedanken machen, ob die Hose vielleicht unschön sitzen könnte.
Im Mai habe ich also angefangen, intensiv Sport zu machen und sehr strikt Diät zu halten. Und 2014 war für mich definitiv das Jahr des Verzichts. Während meine Familie samstags beim Familieneinkauf hingebungsvoll Bratwurst aß, stand ich entweder tapfer daneben oder bin in Geschäfte geflüchtet, um dem leckeren Geruch zu entkommen.
Und meine Familie hat gern und oft lecker ohne mich geschlemmt!
Das schwerste beim Abnehmen ist wirklich der Kampf mit dem Kopf. Wenn man es richtig angeht ist nicht Hunger das Problem, sondern die Lust auf irgendetwas.
Zum Glück hatte (und habe) ich einem Mann an meiner Seite, der bei jedem Hungergefühl stets bereit war in der Küche fix was gesundes für mich zu zaubern. Zu jeder Zeit. Auch wenn er mir wahrscheinlich oft lieber eine Tafel Schokolade in die Hand gedrückt hätte. Weil er sie mir gegönnt hätte- und vielleicht weil es sicher auch ab und zu gut für meine Laune gewesen wäre.
Verzichtet habe ich aber nicht nur auf bestimmte Lebensmittel, sondern auch auf Ruhepausen. Normalerweise gönne ich mir eine Auszeit, wenn das Baby Mittagsschlaf macht oder die Kinder mal vor dem Fernseher sitzen. Da gönne ich mir einen Kaffee und leg gern selbst mal die Füße hoch. Stattdessen waren diese wenigen Momente aber die einzige Möglichkeit, schnell in die Sportklamotten zu hüpfen, mein Training zu absolvieren und eventuell noch fix ungestört duschen zu können.

Zwischen Mai und September habe ich weitere 11kg abgenommen.
Ich bin demnach 17kg leichter in unsere Flitterwochen gestartet, ein unglaublich gutes Gefühl.

September2014
Danach habe ich mir eine Pause bis Jahresende gegönnt und versucht ganz normal weiter zu essen und nur gelegentlich Sport zu machen. In der ganzen Zeit konnte ich mein Gewicht problemlos halten, lediglich nach den Weihnachtsfeiertagen hatte ich wieder 1kg drauf.
2014 war demnach ein sehr ereignisreiches und auch anstengendes Jahr. Und es war wunderschön.
Ich freue mich auf 2015, ein paar Kilos dürfen noch gehen. Durch den Sport hat man so viel mehr Ausdauer und Energie für den Alltag, daran möchte ich festhalten.
Und was sind meine Vorsätze für dieses Jahr?
Eindeutig mehr Schlaf!
Im letzten Jahr gab es viele viele Nächte, in denen ich nur 4-6 Stunden Schlaf (und das oft nicht mal am Stück) bekommen habe. Das muss sich dringend ändern.
Natürlich waren unsere Kinder nachts oft Störenfriede, aber durch so wenig Zeit tagsüber für mich selbst kann ich mich abends schlecht von meiner “Freizeit” trennen. Viel zu oft sitze ich bis nach Mitternacht noch am Laptop oder vorm Fernseher, um einfach diese Ruhe zu genießen.
2015 arbeite ich daran.

This entry was posted in Uncategorized. Bookmark the permalink.

2 Responses to Goodbye 2014, adios Kinderwunsch, tschüss Babyspeck!

  1. BrummelBrot says:

    Ich hätte diesen Post nicht lesen sollen. Nun hat Madame Kugelbauch (ok, noch kugel ich kaum ^^) Angst, auch sowas zu erleiden. Allerdings steht bei mir aufgrund einer Hüfterkrankung auch das Thema Kaiserschnitt im Raum…
    Abnehmen ist wohl zum Jahresende langsam wieder Thema bei mir. Werde mir dich zum Vorbild nehmen! Schön entspannt und dennoch konsequent.

    Wünsche dir ein frohes neues Jahr mit mehr Schlaf!

    • A Cup Of Three says:

      Liebes Brummelbrot,
      sei ganz unbesorgt- die Häufigkeit eines Geburtsstillstandes durch einen hohen Geradestand und daraus erfolgender Uterusruptur liegt bei unter 0,5%.
      Das ist so verdammt selten- da muss man schon großes Pech haben ;)
      Ich wünsche Dir eine tolle Schwangerschaft und hoffe, Deine Übelkeit ist mittlerweile auch vergangen.
      Liebe Grüße
      Victoria

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *