Ein Zimmer für zwei

Da wir momentan mit 5 Personen in einer eigentlich viel zu kleinen 3 Zimmer Wohnung wohnen, möchte ich Euch gerne mal zeigen, wie man trotzdem ein schönes Reich für die Kinder schaffen kann.
Damit die Kinder ausreichend Platz und eigenen Raum zur Verfügung haben, haben wir zum ersten Geburtstag von Kind 2 unser Schlafzimmer aufgegeben und schlafen nun auf einer guten Schlafcouch im Wohnzimmer. So haben wir zwei Kinderzimmer.
Für uns stehen die Kinder an erster Stelle und wenn man bedenkt, dass man als Erwachsener das Schlafzimmer nur nachts für wenige Stunden nutzt, ein Kind aber dort den ganzen Tag spielt, dann sollte eigentlich klar sein, wer den größeren Nutzen davon hat.
Ich weiß von anderen Familien aus unserem Haus, dass sie zwei und sogar 3 Kinder in einem Zimmer zusammen leben lassen, und zwar in dem kleinsten der ganzen Wohnung. Dieses Zimmer hat unsere 8 Jahre alte Tochter für sich allein und ich finde es ist für ein Kind total in Ordnung, wenn man weiß wie man den Raum am besten nutzt. Zwei Kinder könnte ich mir darin aber auf gar keinen Fall vorstellen, schon gar nicht drei!
Aber da setzt jeder andere Prioritäten.
Das größere der beiden Zimmer teilen sich nun also unsere zwei Kleinen (2 1/2 Jahre und 3 Monate).
Wir haben es erst im Dezember nochmal komplett neu gestaltet. Ich hatte ein Wolkenzimmer im Sinn, daher haben wir uns für blaue Wände entschieden. Das macht den Raum zwar kleiner als wenn man weiße Wände hat, aber auch gemütlicher.

Auf dieser Zimmerseite ist genug Platz für einen kleinen Spielbereich. Ein schmales, platzsparendes Bücherregal- welches dennoch sehr viele Bücher beherbergen kann. Tisch und Stühle für allerlei Aktivitäten und natürlich ein Spielzeugregal, indem sich Holzpuzzles, Bauklötze und andere Sachen befinden.

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Da wir nun ein weiteres Bett unterbringen mussten, war kein Platz mehr für unseren Wickeltisch. Daher haben wir kurzerhand das Wickelbrett auf der Ikea Hemnes Kommode angebracht- für uns eine wirklich gute Lösung. Die Kommode ist allerdings höher als eine normale Wickelkommode und daher für recht kleine Leute nicht so praktisch- ich bin 1,68m groß und die Höhe ist gerade noch ok. Für große Ehemänner- top!

In der Kommode befindet sich sämtliche Kleidung der Kinder und in den obersten Schubladen bewahren wir Windeln, Feuchtücher und alles was man zum Wickeln sonst noch braucht auf.

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Passend zum Thema habe ich Wolkenbettwäsche von Färg & Form Sweden gekauft. Die gibt es in mehreren Farben, ich fand Gelb und Blau aber für unser Zimmer am passendsten.

Vor dem Fenster haben eine kleine Holzspielküche und das Puppenbett ihren Platz gefunden. In dem Kleiderschrank sind meine Sachen. Da ich ihn nicht im Wohnzimmer stehen haben wollte, musste er bleiben- aber er passt auch ganz gut ins Zimmer.

Was noch immer fehlt sind Wolken an der Wand, da habe ich einfach noch nichts gefunden, was mir gefällt.

Aktuell reicht uns das vom Platz her. Ich habe in den letzten Monaten unheimlich viel aussortiert, vor allem Spielsachen. Je mehr Kinder man hat, umso mehr häuft sich auch an. Eigentlich hat man ja vom ersten Kind noch alles, aber bei jedem Anlass möchte jeder wieder etwas schenken, und zack- ist die Bude voll. Ich habe also gnadenlos alles ungeliebte verbannt, vor allem vieles aus Plastik- und alles, was Musik macht.
Ich will sowas einfach nicht mehr haben.
Aus diesem Grund mag ich es auch nicht, wenn meine Kinder ständig Geschenke bekommen. Ein Buch hier, ein Malbuch da- Hörspiele, Haarspangen und Taschen jeglicher Art- es ist alles viel zu viel.
Wir haben erstens sehr wenig Platz und zweitens mag ich es, wenn meine Kinder “Lieblingsstücke” haben.
Es nervt mich, wenn der Schrank voller Malbücher ist, die einfach nie voll werden. Die Freude ist doch viel größer, wenn man eins komplett voll hat und sich dann dafür ein neues aussuchen darf. Ich habe neulich mal nachgezählt und wir hatten 11 Stück, und ich habe kein einziges davon gekauft!

Und da kommen wir zum nächsten Punkt- wir als Eltern würden eigentlich auch gerne etwas für unsere Kinder kaufen- aber wie, wenn von allem schon so viel vorhanden ist?
Das soll nun in keinster Weise undankbar klingen- selbstverständlich freuen wir uns, wenn andere unseren Kindern eine Freude machen möchten- aber in Zukunft wollen wir uns da einfach besser absprechen.
Und ich finde, man muss auch gar nicht bei jedem Besuch oder nach jedem Urlaub etwas mitbringen- die Kinder nehmen dadurch eine Erwartungshaltung ein, die ich nicht besonders gut finde.

Und was wirklich wahr ist- je weniger Spielsachen ein Kind hat, desto besser spielt es. Es fördert die Kreativität ungemein.
Und ich spreche da aus Erfahrung, denn unser ältestes Kind hat schon oft in einem übervollem Zimmer zwischen lauter Spielsachen gesessen und einfach nicht gewusst,was es spielen soll.
Daher läuft das jetzt bei uns anders.

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4 Responses to Ein Zimmer für zwei

  1. Martina says:

    Hallo, habe diesen goldigen blog gerade erst gefunden. Kannst du mir verraten, wo ich diese gelbe Wolkenbettwäsche bekomme? Ich stöbere dann mal weiter…..
    Viele Grüße Martina

    • A Cup Of Three says:

      Hallo Martina
      Die Bettwäsche ist von Färg & Form Sweden. Ich habe sie vor längerer Zeit selbst aus dem Ausland bestellt, leider fällt mir der Shop nicht mehr ein. Ich weiß aber, dass es sie bei auf jeden Fall in rosa gibt.
      Ich habe gerade selber mal ein wenig geschaut, aber leider kann ich Dir keinen Link zur gelben Bettwäsche geben. Ich drücke Dir aber die Daumen, dass Du sie irgendwo findest!

  2. Margit Käferböck says:

    Hallo! Ich wollte fragen, woher das Bücherregal ist? Danke!

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